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Übergewicht bei Kindern

Datum: 11.07.2004
Immer mehr Kinder und Jugendliche tragen zu viele Kilos mit sich rum. Jedes zehnte bis fünfte Kind ist zu dick. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland 500.000 bis 1.000.000 Heranwachsende zu schwer für ihre Größe sind. Und die Tendenz ist steigend.

Veranlagung oder Erziehung?
Dicke Kinder wachsen zu dicken Erwachsenen heran, die dann oft wieder dicke Kinder haben. Dabei spielen die Gene nur zu 30% bis 50% Prozent eine Rolle. Übergewicht entsteht sehr oft durch familiäres Fehlverhalten in der Ernährung:
  • Fast Food
  • Frustessen
  • Zuwendungsmangel und der Ausgleich durch Süßigkeiten
  • Großelternliebe in Form zu oft zugesteckter Süßigkeiten.
So kommt es, dass immer mehr Kinder an Krankheiten leiden, die wir eigentlich nur von unseren Großeltern kennen - Alterszucker, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Fettstoffwechselstörungen. Ein weiteres Problem, ist schlechte Körperhaltung, denn oft ist die Muskulatur mit dem hohen Körpergewicht überfordert. Der Rücken schmerzt, die Beine bilden ein X, Gelenkerkrankungen sind vorprogrammiert.

Was tun bei übergewichtigen Kindern?
Wenn Familien mit übergewichtigen Kindern ihre Ernährung umstellen, müssen alle Familienmitglieder sonst würde das übergewichtige Kind in der eigenen Familie zum Außenseiter. Außerdem ist eine gesunde, ausgewogene Ernährung für die ganze Familie sinnvoll. Zudem ist in vielen Familien das Problem Übergewicht ein Familienproblem und nicht nur das eines einzelnen Kindes.
Daher sollte das es Ziel sein, die Nahrungsauswahl und das Essverhalten dauerhaft so zu verändern, dass ein Gleichgewicht entsteht zwischen dem Energieangebot und der tatsächliche verbrauchten Energie.
Aber weder Kalorienzählen noch FdH ist bei Kindern angebracht. Obst, Gemüse und Vollkornprodukte machen satt, vor allem, wenn ausreichend Wasser dazu getrunken wird und die Ballaststoffe dadurch aufquellen können. Schon dadurch essen Kinder insgesamt weniger.
Vor allem sollte Kindern zugestanden werden, dass sie das Einschätzen von Hunger und Portionsgröße erst noch lernen müssen. Auch wenn die Augen manchmal größer sind als der Appetit. Das Kind soll lernen, auf seinen Körper zu hören und die Freiheit haben, mit dem Essen aufhören zu können wenn es satt ist. Unabhängig davon, ob der Teller leer ist oder nicht.
Ein kleiner Tipp:
Was Kinder selber gekocht haben, schmeckt ihnen häufig auch besser. Geben Sie den Kindern so oft wie möglich die Chance, aktiv an der Mahlzeit mitzuwirken. Selbst wenn das im Alltag nicht jeden Tag klappt - immer mal wieder, wird es möglich sein.

Süßgetränke wie Eistee oder Limonade zum Standartgetränk bei Kindern geworden. Dabei ist Wasser der beste Durstlöscher, Saftschorlen (im Verhältnis 1:1) oder ungesüßte Tees sind ebenfalls in Ordnung. Limonade, Cola, Eistees oder reine Säfte sind wegen ihres hohen Zuckergehaltes wenig geeignet. Und den Durst löschen sie meist auch nicht, sondern machen nur Lust auf mehr. Kinder haben pro Kilogramm Körpergewicht einen viel höheren Flüssigkeitsbedarf als Erwachsene. Sieben- bis neunjährige sollten mindestens einen Liter pro Tag trinken. Ein Glas der üblichen Süßgetränke hat in etwa den gleichen Energiegehalt wie eine Scheibe Brot. Bei einem Liter dieser Getränke hat das Kind schon einen großen Teil seines Tagesenergiebedarfs gedeckt.

Verbote sind verboten - selbst bei Süßigkeiten
Gerade Süßigkeiten sind für Kinder eine starke Verlockung. Ein rigoroses Verbot führt wahrscheinlich kaum zum gewünschten Erfolg und es lässt sich zudem nicht dauerhaft durchhalten. Da Genuss und seelisches Wohlbefinden nicht zu kurz kommen sollen, sind auch Süßigkeiten in Maßen erlaubt. Gerade hier hängt das Essverhalten aber entscheidend mit der Verfügbarkeit zusammen. Je weniger im Haus ist, desto einfacher ist der Süßigkeitenkonsum einzuschränken. Einmal am Tag eine Kleinigkeit, einige Gummibärchen oder statt der ganzen Tafel Schokolade nur einige Stückchen können aber durchaus drin sein. Etwa 10% der täglichen Energie in Form von Süßigkeiten sind akzeptabel.

Tipps für den Alltag:

  • Statt Vollmilch besser Fettarme Milch (1.5% Fett)
  • Statt Saure Sahne oder Mayonnaise besser Fettarmer Joghurt (1,5 % Fett)
  • Statt dünn geschnittenes Brot besser dick geschnittenes Brot
  • Statt Wurstbrot besser Cornflakes mit Obst
  • Statt Nuss-Nougat-Creme besser Honig oder Marmelade
  • Statt Rahmfrischkäse (Vollfettstufe) besser Frischkäse (Viertelfettstufe)
  • Statt Leberwurst oder Salami besser Putenschinken oder gekochter Schinken
  • Statt Bratwurst besser Bockwurst
  • Statt Frittierte Pommes besser Backofenpommes
  • Statt Sahne-Nudeln besser Spaghetti mit Tomatensoße
  • Statt Schokolade besser Gummibärchen
  • Statt Milcheiscreme besser Fruchteis
Bewegungsmangel
Neben den verbreiteten Ernährungsfehlern fehlt die körperliche Aktivität:
Die Welt der Kinder wird immer mehr zur Sitzwelt. Ein Teufelskreis entsteht: Je länger die Kids vor TV und PC sitzen, desto dicker werden sie, die Inaktivität lässt die körperliche Leistungsfähigkeit verkümmern. Die Folge sind Negativerlebnisse durch Spott und Hänseleien, was in den meisten Fällen zu Frustessen, noch mehr Fernsehkonsum und weiterer Sportabstinenz sowie sozialer Isolation führt. Die effektivste Waffe im Kampf gegen die Kilos ist Bewegung:
Die körperliche Leistungsfähigkeit steigt, das Fett verbrennt und das Erkrankungsrisiko sinkt. Darüber hinaus steigert der Sport die Körperwahrnehmung und das Selbstbewusstsein. Und wenn die Kinder so gar nicht auf ihre Lieblingssendung verzichten möchten, versuchen Sie es doch mit dem Fahrrad-Ergometer. Da haben die Kinder keine Zeit zu essen, sehen ihre Sendung und sind in Bewegung!
Spaß an der Bewegung ist dabei das Wichtigste. Das Fett kann man schließlich auch in spielerischer Form los werden - monotones "Fatburning" ist gerade bei Kindern nicht gefragt.

Kindgemäß und gelenkschonend sind:
  • Ballspiele
  • Radfahren
  • Inline- Skating
  • Roller fahren
  • Schlittschuh- und Skilaufen
  • Schwimmen
  • Reiten
  • Selbstverteidigungskurse wie z.B. Judo
Kinder sind gerne aktiv und auf Entdeckungstour. Unterstützen Sie diesen natürlichen Trieb und nutzen Sie es doch einfach für sich selbst als Chance, fit zu werden und fit zu bleiben. Nur wenn die ganze Familie mitzieht haben dicke Kinder gute Erfolgschancen.

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