| Fit durch die kalte Jahreszeit |
Kälte, Regen, Wind - der Wetterwechsel macht unserem Körper jetzt zu schaffen und die Ansteckungsgefahr steigt Datum der Nachricht: 2004-10-13 16:00:00 Lesen Sie, wie Sie sich schützen können und Erkältungen erfolgreich behandeln!
Husten, Schnupfen, Heiserkeit - dadurch wird vielen Menschen der goldene Herbst verleidet. Unsere Tipps helfen Ihnen, auch bei nasskaltem Wetter fit und gesund zu bleiben und eine Erkältung gut zu überstehen. Die Erkrankung kommt jetzt so häufig vor, weil sie durch Viren ausgelöst wird, die bei Kälte am besten gedeihen. Außerdem halten wir uns im Herbst oft in Räumen statt im Freien auf. So werden Keime leichter zwischen Menschen übertragen - meist beim Sprechen oder Niesen. Wenn dann noch die Schleimhäute unserer Atmungsorgane durch Heizungsluft austrocknen, können sie die Angriffe der Mikroben nicht mehr abwehren. Entweder kommt es zu einer mehrtägigen Erkältung (grippaler Infekt) oder zur Influenza. Diese Grippe wird durch besonders gefährliche Viren übertragen und kann ernste Folgen haben.
Einfache Erkältungen dauern meist nur eine Woche und sind leichter zu überstehen als die „Influenza". Diese Virusgrippe setzt plötzlich mit hohem Fieber, starken Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit ein. In schweren Fällen führt sie zu lebensgefährlichen Entzündungen. Deshalb sollten sich Risikopersonen impfen lassen. Dazu zählen Menschen, die erhöhten Ansteckungsgefahren ausgesetzt sind:
Verkäuferinnen, medizinisches Personal und Taxifahrer. Auch Personen über 60, deren Immunsystem nicht mehr so robust ist, und Patienten mit chronischen Leiden wie Asthma, Diabetes und Herzschwäche sollten mit ihrem Arzt über eine Impfung sprechen. Da deren Wirkung erst nach zwei Wochen eintritt ist jetzt der richtige Zeitpunkt. Die Behandlung muss jedes Jahr wiederholt werden und wird für Risikogruppen von den Kassen erstattet.
Sorgen Sie für ein gesundes Klima in der Wohnung
Lüften Sie in Ihrer Wohnung häufig und stellen Sie kleine Schälchen mit Wasser auf, um die Atemluft feucht zu halten. Wenn Sie zusätzlich einige Tropfen Eukalyptusöl aus der Apotheke ins Wasser geben, beugen Sie Verstopfungen der Nase vor.
Spaziergänge an der frischen Luft härten ab
Auch bei schlechtem Wetter ist es wichtig, häufig ins Freie zu gehen - am besten sind zügige Spaziergänge an der frischen Luft. Auf diese Weise lernt, der Körper, Temperaturschwankungen zwischen warmen Innenräumen und kalten Winden besser auszugleichen. Nur wenn ihm das gelingt, funktioniert das Immunsystem optimal.
Vergessen Sie aber nicht, festes Schuhwerk und dicke Socken anzuziehen. Kalte Füße lösen nämlich einen nervlichen Impuls aus, der die Durchblutung der Schleimhäute stört und sie anfällig macht. Auch eine Mütze ist ratsam, weil die meiste Körperwärme über den Kopf verloren geht. Atmen Sie immer durch die Nase, deren Flimmerhärchen Mikroben abfangen.
Falls Sie nach der Heimkehr trotzdem frösteln, hilft ein warmes Fußbad. Sie können sogar eine Erkältung noch abwenden, wenn Sie eine kleine Wanne mit 36 Grad warmem Wasser füllen und die Beine bis zu den Waden hineinstellen. Allmählich wärmeres Wasser dazugießen, bis nach zehn Minuten eine Temperatur von 40 Grad erreicht ist. Dann dicke Wollsocken anziehen und ins Bett legen.
Vitamine und Mineralien fördern die Selbstheilung
Zur Vorbeugung und Behandlung gehört auch eine vitaminreiche Ernährung. Vor allem Vitamin C ist jetzt wichtig, da es der Brennstoff unserer Immunzellen ist. Täglich sollten mindestens 100 Milligramm eingenommen werden. Ihr Körper bekommt ausreichend Vitamine und Mineralien, wenn Sie fünf Mal täglich nach der „Ampel-Regel" rote, gelbe und grüne Obst- und Gemüsesorten essen. Nehmen Sie außerdem mindestens zwei Liter Flüssigkeit in Form von Mineralwasser, verdünnten Fruchtsäften und Kräutertees zu sich. Auf diese Weise bleiben Stoffwechsel und Immunsystem in Schwung.
Salz und Quarkwickel lindern Beschwerden
Um die Vitalität und Abwehrkraft zu stärken, sollten Sie täglich folgendes Hausmittel vor dem Frühstück einnehmen: Zwei Teelöffel Apfelessig und dieselbe Menge Honig in einem Glas Wasser verrühren und langsam trinken.
Zeigen sich doch mal die Symptome einer Erkältung, zählt Meersalz zu den einfachsten und wirksamsten Heilmitteln. Gegen Halsschmerzen einen gestrichenen Teelöffel in einem Viertelliter warmem Wasser auflösen und damit gurgeln. Für freie Atemwege eine Handvoll Salz mit heißem Wasser in einer Schüssel überkochen. Zehn Minuten unter einem Tuch die Dämpfe einatmen.
Husten bekämpfen Sie mit Quarkwickeln:
Zimmerwarmen Quark auf Hals und Brust streichen, ein Tuch und dann einen dicken Wollschal darüber legen. Eine Stunde einwirken lassen.
Das leckerste Hausmittel ist nach wie vor Hühnersuppe. Sie eignet sich hervorragend zur Linderung der Beschwerden, denn ihre Inhaltstoffe bekämpfen Erkältungsviren.
Kräutertees sind wohltuend und helfen auf natürliche Weise bei Erkältungen. Ihre Inhaltstoffe wirken gegen Keime und Entzündungen. Sie sollten die Tees immer möglichst heiß trinken, denn Viren mögen keine hohen Temperaturen.
Grüner Tee
Er ist optimal zur Vorbeugung! Grüntee enthält reichlich Vitamin C und zahlreiche Substanzen, die unsere Immunzellen unterstützen. Dazu zwei Teelöffel mit heißem, nicht mehr kochendem Wasser übergießen und drei Minuten ziehen lassen.
Kamillentee
Drei Tassen täglich wirken gegen Mikroben, Entzündungen, Schwellungen, Schmerzen und krankheitsbedingte Schlaflosigkeit. Zwei Teelöffel Blüten mit einer Tasse kochendem Wasser überbrühen, abgedeckt zehn Minuten ziehen lassen. In kleinen Schlucken trinken.
Holunderblütentee
Er befreit die Bronchien und lindert Reizhusten. Zwei Teelöffel der Blüten mit kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Empfehlenswert sind auch Mischungen, in denen zusätzlich Pfefferminze und Schafgarbe enthalten sind.
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