Erektionsbedingte Impotenz ist oft Folge ungenügenden Trinkens Datum der Nachricht: 2010-01-28 18:02:00 Dies ist eine wirklich gute Nachricht: Trinken sorgt für bessere Erektionsfähigkeit. Oder andersherum: Erektionsbedingte Impotenz ist oft Folge ungenügenden Trinkens.
Wissenschaftler liefern die Erklärung: Beim Liebesakt schießt Blut in die so genannten Pudendal-Arterien im Schambereich (beim Mann in die Schwellkörperarterien im Penis, bei der Frau in die Klitoris-Arterien). Dies funktioniert aber nur bei ausreichendem
Blutvolumen. Wenn in den rund 100 000 Kilometern des labyrinthartigen Adernsystems im Körper zu wenig Blut zirkuliert, reicht der Bluteinschuss in die Schwellkörper möglicherweise nicht aus, um aus einem Penis einen Phallus zu machen.
Ursachen für ein zu niedriges Blutvolumen im Schambereich:
Zu salzreiche Kost. Das im Kochsalz enthaltene Mineral Natrium (Kochsalz ist chemisch Natriumchlorid) bindet Wasser, speziell im Darmbereich. Natrium wird dort nämlich für den Nährstofftransport durch die Darmschleimhaut ins Blut gebraucht. Nach einem mehrgängigen salzreichen Abendessen kann sich dort bis zu einem Liter Wasser sammeln, das dann zur Blutbildung fehlt.
Natrium erhöht auch die Gefäßwandspannung. Das heißt, es verengt Gefäße, speziell Arterien. Die Arterien im Schambereich müssen sich aber unbedingt weiten, damit es zur Erektion kommt. Bei entsprechender Wetterlage (z.B. nahender Hochdruck)
sorgen so genannte Barorezeptoren in den Gefäßwänden zusätzlich zu einer Gefäßverengung. Dann nämlich soll (auch bei allen Tieren) der Blutdruck steigen, um wacher, konzentrierter, stressfähiger zu machen. Blut zwängt sich durch engere Gefäße
- nicht anders wie bei einem Gartenschlauch, der bei verengtem Querschnitt das Wasser mit höherem Druck freigibt.
Auch Venenschwäche kann zu Blutmangel und damit zu Impotenz führen. Venenwände sind ohnehin dünn und schwach - dies hat die Natur so eingerichtet, damit Venen sich weiten können und somit zum Blutreservoir werden (z.B. bei Verletzungen mit offenen, blutenden Wunden, bei Frauen in der Schwangerschaft zur Zusatzversorgung des wachsenden Babys). Bei anhaltender Fehlernährung (viel Süßes, Fettes, helle Mehlprodukte, wenig Obst und Gemüse) weiten sich Venen oft extrem, werden porös, Blutplasma tritt ins angrenzende Gewebe aus. In kranken Venen kann bis zu einem Liter Blut regelrecht versacken, das dann nicht mehr am normalen Blutkreislauf teilnimmt.
Häufig ist eine ungenügende Flüssigkeitszufuhr Ursache von Impotenz. Dies lässt sich am eigenen Körper testen. Wenn es mit der Liebe auf Anhieb nicht gleich klappt, eben mal schnell einen halben Liter Wasser, Mineralwasser, Tee oder Obstsaft trinken (keine salzhaltigen Getränke!). Wasser schießt sehr schnell durch die Darmwände ins Blut, das Blutvolumen wird erhöht, der Blutdrang in die Schamarterien verstärkt. Nicht selten fehlt für Libido und erfüllten Sex lediglich ein halber Liter Blutplasma.
VORSICHT ALKOHOL!
Schnaps, Bier, Wein und Sekt enthemmen sie befreien die erektionsstimulierende so genannte VIP-Brücke (VIP = Vasoactive Intestinal Polypeptide, ein Neuropeptid in
Zwischenhirn, Darm und Penis) von der -Angstklammer-.
Aber: Unser Organismus, unser Stoffwechsel mag keine alkoholischen Getränke. Deshalb werden diese, zeitgleich mit Entgiftungsprozessen, möglichst schnell über Nieren und Blase ausgeschieden. Dadurch sinkt das Blutvolumen, mit der Erektion wird es wieder nichts.
Dasselbe gilt übrigens auch für Kaffee oder alle anderen schadstoffhaltigen Getränke, wie zu starker schwarzer Tee, Medikamente, die mit Flüssigkeit eingenommen werden usw..
Zum Schluss noch ein Expertentipp der University Extension der University of California in San Diego: “Vor dem Sex nicht zuviel Fleisch essen, dafür lieber mehr Kohlenhydrate wie z.B. Pasta. Da schießt viel Glukose ins Blut (die kleinste Einheit der Kohlenhydrate), als Antwort darauf pumpt die Bauchspeicheldrüse ihr Hormon Insulin ins Blut. Insulin wirkt gefäßerweiternd, erhöht die Blutfülle in Arterien.“
Vorsicht allerdings: Wer sich ständig mit Lebensmitteln ernährt, die viel schnelllösliche Glukose enthalten (polierter Reis, helle Teigwaren und Mehlprodukte, Süßigkeiten, Zucker) erreicht das Gegenteil. Da steigt am Ende der Blutdruck, und die Erektionsfähigkeit sinkt.
Die Schwellkörper im Penis brauchen bei Bedarf viel Blut, in Extremfällen bis zu einem Viertelliter. Deshalb fühlt sich dieses Glied, wenn es gerade halb oder dreiviertel
erigiert ist, schwer an. Der Frau geht es übrigens ähnlich, mit dem raschen Einströmen von Blut schwillt ihre Klitoris, der ganze Schambereich an. Trinken erhöht deshalb auch bei der Frau die Libido - und damit letztendlich die Orgasmusfähigkeit. |