Künast: Gesunde Ernährung ist A & O für geistige und körperliche Fitness Datum der Nachricht: 2003-10-11 15:00:00 "Gesunde Ernährung ist das A & O für körperliche und geistige Fitness - ganz egal in welchem Alter. Verbunden mit einem gesunden Lebensstil ist sie die beste Voraussetzung für Krankheitsprävention und ein Mehr an Lebensqualität." Darauf wies Bundesverbraucherministerin Renate Künast heute anlässlich 50jährigen Bestehens der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn hin. Sie würdigte die Arbeit der DGE, deren Bilanz sich sehen lassen könne: "50 Jahre DGE - das sind 50 Jahre Forschung und Innovationen in der Ernährungswissenschaft, 50 Jahre unabhängige Ernährungsinformation und -beratung und 50 Jahre Arbeit im Dienst der Qualitätssicherung und vorsorgenden Gesundheitsaufklärung." Die DGE sei für die Politik ein verlässlicher Partner, wenn es um Ernährung und Gesundheit gehe. "Angesichts der aktuellen Probleme, insbesondere dem Problem Übergewicht, sind ernährungswissenschaftliche Forschung und unabhängige Ernährungsinformation heute wichtiger denn je", so Künast.
Als wichtigste ernährungspolitische Herausforderung bezeichnete die Ministerin die Bekämpfung des Übergewichtes bei Kindern und die Förderung einer gesunden Ernährung. Das Problem Übergewicht sei mittlerweile alarmierend. Jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche in Deutschland seien zu dick. Insgesamt sei die Hälfte der deutschen Bevölkerung übergewichtig. Besonders für Kinder und Jugendliche seien die Folgen fatal: erhöhtes Gesundheitsrisiko, seelischer Stress und generell schlechtere Startchancen im Leben. "Für mich ist es auch eine Frage der Gerechtigkeit, dass wir Übergewicht bei Kindern bekämpfen, denn Fettleibigkeit ist in der sogenannten ersten Welt inzwischen sogar zu einem Zeichen von Armut geworden", so Künast.
Gemeinsam mit der DGE habe das Bundesverbraucherministerium die Kampagne "Fit Kid" für eine gesunde Ernährung von Kindern gestartet. Ein wichtiges Thema sei auch die richtige Ernährung älterer Menschen. Hierzu habe sie kürzlich die Kampagne "Fit im Alter. Gesund essen - besser leben" eröffnet, so Künast. Um gesicherte Erkenntnisse über den Zusammenhang falschen Ernährungsverhaltens mit anderen, z.B. sozialen, Faktoren oder wissenschaftliche Grundlagen für die richtige Berechnung von Rückstandshöchstmengen in Lebensmitteln zu erhalten, führe das Bundesverbraucherministerium erstmals nach fast 15 Jahren eine neue nationale Verzehrsstudie durch. Langfristig sei ein regelmäßiges Ernährungsmonitoring geplant.
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