Fitnessmarkt unter der Lupe Datum der Nachricht: 2003-10-30 09:17:00 Gesundheit, Entspannung und sportliche Aktivitäten sind seit
Jahren ein anhaltender Trend, der gestressten Großstädtern und
anderen Zeitgenossen eine tiefegehende und anhaltende Erholung vom
Alltag verspricht. Das nachhaltige Bedürfnis, in einer als
anstrengend empfundenen Umwelt neue Energien zu tanken, hat der
Fitness- und Wellnessbranche in der Vergangenheit respektable
Zuwächse verschafft, die sich sowohl in zahlreichen Neugründungen von
Sportstudios als auch in steigenden Mitgliederzahlen der Clubs
niederschlug. Eine neue Untersuchung von Deloitte & Touche prüft, ob
der Boom anhält. Neben dem vierteljährlich erscheinden Newsletter,
der wesentliche Kennzahlen ausgewählter Ketten aktuell darstellt, hat
Deloitte & Touche nun erstmals eine umfangreiche Bestandsaufnahme des
budesdeutschen Gesamtmarktes durchgeführt.
Die Berater der in Düsseldorf ansässigen
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche arbeiten an einer
Studie, in der die weitere Entwicklung der bisher florierenden
Fitnessbranche untersucht wird. Dabei geht es vor allem um die Frage,
ob in Zeiten konjunktureller Krisen und massiver Arbeitslosigkeit die
Aussichten weiterhin so rosig wie bisher sind und die Studiobetreiber
eine anhaltend aggressive Expansionspolitik verfolgen werden. Um hier
zu seriösen Ergebnissen zu gelangen, hat Deloitte & Touche zunächst
Basisarbeit leisten müssen. Erstmalig schufen die Marktexperten in
Zusammenarbeit mit den führenden Verbänden der deutschen
Fitnessindustrie, dem Deutsche Sportstudio Verband (DSSV) und dem
Deutsche Industrieverband für Fitness und Wellness (DIFW)
standardisierte Kategorien, die es erlauben, Daten zu vergleichen,
die auf einer einheitlichen Basis erhoben wurden.
Dabei konnten im Rahmen einer telefonischen Marktuntersuchung
nahezu hundert Prozent aller Fitness- und Wellnessanlagen in
Deutschland erfasst und kategorisiert werden.
Die Untersuchung fand im Zeitraum Juli bis September diesen Jahres
statt mit dem Ergebnis, dass eine Gesamtzahl von 5.500 Clubs auf
Basis der zuvor geschaffenen Kategorien identifiziert werden konnten.
In dem Zusammenhang wurden auch wesentliche Kennziffern wie Größe,
Angebot, Ausstattung, Mitglieder etc. in das Panel aufgenommen.
Aufgrund dieser Vorarbeit ist es nun erstmals möglich,
Untersuchungen bezüglich der Marktentwicklung zuverlässig
durchzuführen und zu aussagefähigen Ergebnissen zu gelangen. Die in
jüngster Vergangenheit hin und wieder in der Öffentlichkeit
vertretene Meinung, dass der Boom im Wellness- und Fitnessbereich
anhält, scheint sich nach ersten Ergebnissen der von Deloitte &
Touche durchgeführten Studie nicht zu bestätigen. Detaillierte
Analysen der Untersuchung werden demnächst veröffentlicht.
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