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Wie gut hörst Du noch?

27% der Jugendlichen haben Hörminderungen - Tendenz mit zunehmendem Alter steigend

Datum: 03.04.2012
Wie gut hörst Du noch?
Wie gut hörst Du noch? - Bild: FGH

FGH, 2012 – Die größte Hörtour Deutschlands, durchgeführt von der Fördergemeinschaft Gutes Hören und ihren Partner-Hörakustikern, brachte es mit einer repräsentativen Studie an den Tag: Hörminderungen sind weiter verbreitet, als viele Menschen denken. Bereits 27% der Jugendlichen bis 20 Jahren wiesen bei den deutschlandweiten freiwilligen Hörtests leichte Hörminderungen auf. In der Altersgruppe 21 bis 40 Jahre waren es bereits 36% mit leichten und 10% mit mittelgradigen Hörminderungen. Bei den 41 - 60jährigen steigt der Anteil der Hörminderungen von leicht- bis hochgradig auf insgesamt 71%. Mit über sechzig Jahre hören 90% nicht mehr einwandfrei.

Diese Ergebnisse wurden während der großen Hörtour 2011 erhoben, bei der die Hörmobile der Fördergemeinschaft Gutes Hören in über 200 Städten in Deutschland Station gemacht haben. Die Hörakustiker vor Ort führten die Hörtests als kostenloses Angebot fachgerecht in der schalldichten Kabine der Hörmobile durch. Von rund 11.000 Hörtests insgesamt wurden 5.780 Audiogramme (Hörtestergebnisse) nach Altersgruppen und Grad der Hörminderung anonym ausgewertet.

„Die Ergebnisse zeigen ein beeindruckendes Bild des Hörvermögens der Bevölkerung in Deutschland“, sagt Christian Hastedt von der Fördergemeinschaft Gutes Hören. „Der große Zuspruch auf unsere Angebote zeigte, dass den Menschen ihr Hörsinn wichtig ist. Überraschend waren dabei für alle Beteiligten die hohen Quoten von aufgedeckten Hörminderungen.“ Demografen und Gesundheitsexperten können durch diese Ergebnisse ihre Prognosen bestätigt sehen: Demnach werden durch die fortschreitende Alterung der Gesellschaft auch altersbedingte körperliche Veränderungen wie Hörminderungen in den nächsten Jahren deutlich zunehmen.

„Aufklärung und Hörtests sind bei Hörminderungen aktive und wichtigste Vorsorge“, so Christian Hastedt weiter. „Denn bei 38% der Teilnehmer wurden mittel- bis hochgradige Hörminderungen festgestellt, die zum größten Teil noch nicht einmal erkannt worden waren.“ Hörminderungen treten in den meisten Fällen schleichend auf und werden anfangs kaum bemerkt. Mit dem weiteren Fortschreiten beginnen sich die Betroffenen bewusst oder unbewusst daran zu gewöhnen. Wenn die Mitmenschen oder die Betroffenen selbst etwas bemerken, können diese Hörminderungen schon soweit fortgeschritten sein, dass sich die fortgesetzten Missverständnisse in der Familie, im Beruf oder im Bekanntenkreis nachteilig ausgewirkt haben. Denn Hörminderungen führen in den meisten Fällen dazu, gesellige Situationen aus Angst vor Missverständnissen zu meiden. Dazu kommen Stress und Versagensängste, die extrem belastend wirken.

Vor diesem Hintergrund setzt die Fördergemeinschaft Gutes Hören auf systematische Hörprävention. Dazu zählen die gezielte Aufklärung über die Wichtigkeit des Hörens und die Gefahren des Hörverlusts, sowie die Durchführung von regelmäßigen Hörtests ab ca. 40 Jahren im Rahmen der gesundheitlichen Vorsorge. Die Hörakustiker der Fördergemeinschaft Gutes Hören bieten darüber hinaus professionellen Service vom kostenlosen Testen von Hörsystemen bis hin zur umfassenden Anpassung.

www.fgh-info.de

Quelle: FGH/openPR