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Buchtipp

Michael Ehrreich: Bitterzucker

Datum: 16.08.2014
Buchtipp
Cover des Buches

Als die Ärztin zurückkam und die Infusion anlegte, fragte er sie, wann er wieder nach Hause dürfe. Mit diesen Zuckerwerten lasse sie ihn gewiss nicht nach Hause, eine Insulin-Neueinstellung sei dringend erforderlich. Louis versuchte abermals, gegen die Inhaftierung, wie er es nannte, anzugehen. Doch die Ärztin bestand auf seiner stationären Aufnahme. Ob er nicht wisse, dass das mobile Messgerät bei seiner Blutprobe überhaupt keine Werte mehr anzeigen wollte und das Labor soeben einen Blutzuckerwert von 1110 Milligramm pro Deziliter durchgegeben habe. Normalerweise, so die Ärztin, bedeute schon ein Glukosewert von 700 Milligramm Lebensgefahr. Louis versuchte zu lachen, als er ihr entgegnete, dass er mit 700 noch auf Partys gegangen sei...

Michael Ehrreich, Jahrgang 1968, studierte in Salzburg Germanistik und Publizistik und war unter anderem als Journalist tätig. Nach einem Forschungsaufenthalt im Nachkriegs-Zagreb verschlug es ihn als Kommunikationsfachmann nach Graz, wo er durch die Bekanntschaft mit Nierenleidenden Erfahrungen mit Diabetes, Dialyse und Transplantation sammelte. In "Bitterzucker" beschreibt er feinfühlig und detailliert, was es bedeutet, neben der vollen Gesundheit auch den Anschluss an die Gesellschaft zu verlieren.


Michael Ehrreich
Bitterzucker
Roman
Erscheinungstermin: Oktober 2009 (2. Auflage)
ISBN: 9783950235746
Ladenpreis: EUR 15,80 [D], EUR 16,30 [A], CHF 28,90 [CH]

ISBN eBook: 978-3-902647-59-7
Preis eBook: EUR 9,99 [D, A]