Worauf es beim Ergometer ankommt
Ein Ergometer zeigt die Leistung in Watt an und hält sie unabhängig von der Trittfrequenz konstant. Das unterscheidet es vom einfachen Heimtrainer, bei dem sich die Belastung mit der Drehzahl ändert. Wer gezielt nach Wattvorgaben trainieren möchte, etwa im Grundlagenbereich oder nach Plan, sollte deshalb auf diese Eigenschaft achten.
Prüfen Sie das maximale Nutzergewicht im Datenblatt; sobald Angaben dazu vorliegen, können Sie im Vergleich danach filtern. Die Herstellerangabe sollte Ihr Körpergewicht mit etwas Reserve abdecken, denn Rahmen, Sattelstütze und Kurbeln sind darauf ausgelegt. Sobald Angaben vorliegen, stehen in der Vergleichstabelle außerdem die Art der Bremse (Magnet- und Induktionsbremsen laufen in der Regel leiser als mechanische Systeme), die Schwungmasse und ob sich das Gerät per Bluetooth mit einer App verbinden lässt. Den einstellbaren Wattbereich, den Verstellbereich von Sattel und Lenker und die Zahl der Programme prüfen Sie in der Produktbeschreibung. Eine Pulsmessung über Handsensoren oder Brustgurt ist praktisch, hängt aber von der Ausstattung ab.
Wie Sie diese Punkte gewichten, erklärt unser Ratgeber zum Ergometer-Kauf. Hier sehen Sie die Geräte nebeneinander.
Bauformen im Überblick
Das klassische aufrechte Ergometer erinnert an ein Fahrrad und braucht wenig Stellfläche. Das Sitzergometer (Recumbent) bietet eine Rückenlehne und eine tiefere, entspannte Sitzposition. Das kann bei Rückenproblemen angenehmer sein, ob es für Sie passt, klären Sie im Zweifel mit Ihrem Arzt. Es braucht allerdings mehr Platz. Dazu kommen Klappmodelle, die sich nach dem Training verstauen lassen, meist mit einfacherer Technik.
Auch die Bedienung unterscheidet sich. Einfache Geräte zeigen Zeit, Watt und Puls auf einem kleinen Display, andere bieten Trainingsprogramme, Bluetooth für Apps oder die Anbindung an Fitnessportale. Prüfen Sie, ob diese Funktionen ohne Abo nutzbar sind. Ein Sattel mit feiner Höhenverstellung ist wichtiger, als es klingt: Wenn mehrere Personen unterschiedlicher Größe das Gerät nutzen, sollte sich die Position schnell anpassen lassen. Auch die Einstiegshöhe spielt eine Rolle, wenn Sie ohne hohen Beinschwung aufsteigen möchten. Schauen Sie zudem, welche Wattzahl der niedrigste Widerstand liefert, falls Sie behutsam beginnen oder nach einer Pause wieder einsteigen wollen. Den Preis setzen Sie am besten in Bezug zu diesen Ausstattungsmerkmalen, nicht zur Gerätegröße. Wer das Gerät vor allem für lockere Einheiten nutzt, braucht keine große Programmauswahl. Wer dagegen nach Plan trainiert, sollte auf eine verlässliche Wattanzeige und feine Widerstandsstufen achten.
Platz, Aufstellung und Pflege
Planen Sie neben der Gerätefläche rund einen halben Meter Bewegungsraum ein und prüfen Sie die Raumhöhe, wenn Sie aufrecht sitzen. Eine Unterlegmatte schützt den Boden und dämpft Geräusche. Magnetisch gebremste Geräte sind weitgehend wartungsarm; Schrauben und Pedale sollten Sie gelegentlich nachziehen und das Gerät nach dem Training abwischen.