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Ein Ergometer ist ein Trainingsgerät, das die erbrachte körperliche Arbeit misst und in Watt anzeigt. Der Name setzt sich aus den griechischen Wörtern für Arbeit und Messen zusammen. Im Heimbereich meint man damit meist ein stationäres Fahrrad, es gibt aber auch Ruder-, Arm- und Handkurbelergometer.
Unterschied zum einfachen Heimtrainer
Beide ähneln sich äußerlich. Der entscheidende Unterschied liegt in der Messung. Ein Ergometer hält die eingestellte Wattzahl weitgehend unabhängig von der Trittfrequenz konstant, wenn es drehzahlunabhängig arbeitet. Das Training lässt sich daher genau dosieren und wiederholen. Ein einfacher Heimtrainer mit mechanischer Bremse zeigt dagegen oft nur geschätzte Werte, die von der Trittfrequenz abhängen.
Bauarten
- Aufrechtes Ergometer: Sitzhaltung wie beim Fahrrad. Der Platzbedarf ist gering.
- Liegeergometer: Sie sitzen zurückgelehnt mit Rückenlehne. Das entlastet Rücken und Handgelenke und ist bei Kniebeschwerden oder Gleichgewichtsproblemen beliebt.
- Sitzergometer (Semi-Liegerad): Eine Mischform mit bequemer Sitzposition.
- Handkurbelergometer: Training über die Arme, etwa bei eingeschränkter Beinfunktion.
Technische Angaben im Datenblatt
Beim Vergleich lohnt der Blick auf diese Angaben:
- Bremssystem: Magnetbremse arbeitet leise und verschleißarm, Induktionsbremse ist meist präziser und drehzahlunabhängig, Reibungsbremse ist einfach, aber lauter.
- Wattbereich: Wie niedrig und wie hoch lässt sich der Widerstand einstellen?
- Maximale Nutzergewicht: wichtig für Stabilität.
- Schwungmasse: Eine größere Masse sorgt meist für einen runderen Tritt.
- Sitzverstellung: Höhe und Abstand sollten sich genau anpassen lassen.
- Pulsmessung: Handsensoren oder Anschluss für einen Brustgurt.
- Programme: Vorgaben für Intervall- oder Pulstraining.
Einsatz für das Training
Das Ergometer eignet sich für Grundlagenausdauer, Intervalle und Wiedereinstieg, weil es die Gelenke wenig belastet. Mit einer Trainingspuls-Steuerung lassen sich Bereiche gezielt ansteuern. Auch für HIIT ist es geeignet, da sich Belastungswechsel genau einstellen lassen.
Richtig einstellen
Der Sattel steht richtig, wenn das Knie in der untersten Pedalstellung noch leicht gebeugt ist. Der Lenker liegt so, dass Schultern und Nacken entspannt bleiben. Die Fußspitzen zeigen nach vorn.
Medizinische Nutzung
In der Medizin wird ein Ergometer bei Belastungstests eingesetzt, etwa beim Belastungs-EKG. Solche Untersuchungen führt ausschließlich medizinisches Personal durch. Das Heimgerät ersetzt sie nicht.
Wer Herzerkrankungen hat oder lange nicht trainiert hat, bespricht das Programm vorher mit einem Arzt.